Konzert

Category

Ohne Mensch

Date

Do, 29. Okt 2020

Time

19:30

Location

Atelier für Kunst und Philosophie
Albisriederstrasse 164, 8003 Zürich
THEMA

Der Titel dieses Programms ist ein Paradoxon: Kunst ist auf unserem Planten, in unserem Sonnensystem entstanden, so denken wir zumindest, so ist der derzeitige Stand unseres Wissens.
Wollen wir uns nun unseren Planeten ohne uns, also «ohne Mensch», vorstellen, so ist das nicht möglich, da wir selbst ja diese Vorstellung generieren. Dennoch ist das Gedankenexperiment, wie es auf diesem Planeten aussähe ohne die Spezies Mensch, durchaus verführerisch. Der Homo Sapiens ist das einzige Lebewesen, das sich auf diesem Planeten entwickelt hat, und doch dessen Gegebenheiten nicht gewachsen ist und dadurch seinen eigenen Lebensraum wissentlich zerstört.
Dass es Planeten um andere Sonnen herum gibt, die auch einen Menschen hervorgebracht haben, ist nach heutigem Stand der Wissenschaft sehr unwahrscheinlich.
Im Wissen darum, wie viele Abermilliarden Sonnen und dadurch noch viel mehr Planeten im Universum existieren, könnten wir den unseren also einmal wegdenken. DAS GEHT ABER NICHT, weil wir es uns ja jetzt denken.
Unter diesem Aspekt ist die Kunst, die wir erschaffen, sehr erfüllend und gibt uns Geborgenheit, Einsicht in viele unerklärliche Begebenheiten.

PROGRAMM

DOINA ROTARU (*1951)
Bocet (2014) 8’
für Sopran und Flöte

MORTON FELDMAN (1926–1987)
Voice, Violin and Piano (1976) 6’

KLAUS LANG (*1971)
Die Fenster des Universums (1999) 6’
für Violine, Violoncello und Klavier

TRISTAN MURAIL (*1947)
Les ruines circulaires (2006) 7’
für Violine und Klarinette

Une lettre de Vincent (2018) 8’
für Flöte und Violoncello

GIACINTO SCELSI (1905–1988)
Ko-Lho (1966) 8’
für Flöte und Klarinette

2 finnische Tangos 8’

BESETZUNG

IRINA UNGUREANU Sopran
RICCARDA CAFLISCH Flöte
MANFRED SPITALER Klarinette
DAVID SONTÒN CAFLISCH Violine
CHRISTIAN HIERONYMI Violoncello
TALVI HUNT Klavier

 

URSINA TRAUTMANN Texte
CURDIN VINCENZ Rezitation


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